Sonntagmorgen, halb neun, das Wetter meint es gut und am Tisch sitzt eine kleine Verhandlungsrunde. Der Große will rodeln, die Kleine fragt nach Eis und du überlegst, ob ein Ausflug wirklich den ganzen Tag trägt, ohne dass am Nachmittag die Quengelei losgeht. Genau für solche Tage ist Winterberg im Sommer gemacht. Nicht für die eine große Attraktion, sondern für viele kleine Dinge, die dicht beieinander liegen und sich gut zu einem Tag zusammensetzen lassen.
Das Skiliftkarussell Winterberg kennen die meisten als Wintergebiet. Im Sommer ist davon erstaunlich wenig zu spüren, dafür umso mehr Grün, Wald und Berg. Praktisch ist vor allem eins: Vieles ist fußläufig erreichbar. Du parkst einmal, ziehst den Kindern festere Schuhe an und läufst dann von einer Sache zur nächsten, statt das Auto fünfmal umzuparken.
Familien aus dem Ruhrgebiet und aus Paderborn sind oft schon in rund einer bis anderthalb Stunden da, aus Köln und Düsseldorf rechnest du grob zwei Stunden. Das ist nah genug für einen Tagesausflug und weit genug, dass es sich nach Wegfahren anfühlt. Oben angekommen wird es übersichtlich. Die Berge des Skiliftkarussells liegen eng zusammen, die Wege sind kurz. Genau das macht den Unterschied, wenn kleine Beine mitlaufen.
Der zweite Punkt: Es gibt mehr als eine Sorte Spaß. Wer Geschwindigkeit mag, sieht spätestens an der Rodelbahn, wie aus mürrischen Gesichtern strahlende werden. Wer es ruhiger will, wandert ein Stück oder spielt eine Runde Abenteuergolf. Und wenn zwischendurch der Hunger kommt, ist die nächste Einkehr nicht weit. Genau diese Mischung nimmt den Druck aus dem Tag: Niemand muss sich auf ein einziges Programm einigen, ihr entscheidet von Station zu Station neu.
Der Erlebnisberg Kappe ist so ein Ort, an dem ein halber Tag schnell voll wird. Die Sommerrodelbahn ist meist der erste Wunsch, vor allem bei Kindern, die im Winter schon den Schlitten lieben. Daneben gibt es die Fly-Line, bei der du in einer gesicherten Gondel über den Hang gleitest, einen Kletterwald für die etwas Größeren und Abenteuergolf für zwischendurch. Das ist die Art Station, an der jedes Kind etwas findet und die Eltern auch mal kurz auf der Bank sitzen, während eine Runde gedreht wird.
Praktisch ist, dass die Angebote nah beieinander liegen. Ihr müsst nicht quer durch den Ort fahren, sondern entscheidet vor Ort spontan, worauf gerade alle Lust haben. Wer den Kletterwald macht, plant ruhig anderthalb Stunden ein. Die Abenteuergolf-Runde dagegen lässt sich gut zwischenschieben, wenn ein kleineres Kind eine Pause vom Tempo braucht. So bekommt jeder seinen Moment, ohne dass die anderen warten.
Wenn deine Kinder schon ein bisschen größer sind und Tempo lieben, lohnt der Blick auf die beiden schienengeführten Sommerrodelbahnen. Der Herrloh Blitz ist rund 600 Meter lang und hat acht Kurven, der Schanzen Wirbel kommt auf über 700 Meter. Beide sind von der Hütte aus in rund zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Du sitzt im Schlitten, hast die Bremse selbst in der Hand und bestimmst dein Tempo. Das beruhigt gerade Kinder, die sich beim ersten Mal noch herantasten und in der ersten Kurve lieber bremsen, bevor sie ab dem zweiten Lauf voll durchziehen.
Gut zu wissen für alle, die im Winter wiederkommen: Diese Bahnen sind keine Schnee-Rodelhänge, da rodelt also niemand mit dem klassischen Holzschlitten. Bei gutem Wetter dreht im Winter vor allem der Schanzen Wirbel seine Runden. Plant die beiden Coaster am besten als festen Block ein, denn erfahrungsgemäß will kaum ein Kind nach nur einer Fahrt wieder aussteigen.
Wenn du etwas suchst, das die Kinder noch Wochen später erzählen, dann ist das Mountaincart eine gute Wahl. Es handelt sich um eine der wenigen motorlosen Mountaincart-Strecken nördlich von Bayern. Wer das einmal gemacht hat, beschreibt es meistens mit denselben Worten: wie Mario Kart in real life, nur dass du selbst im Cart sitzt und der Berg den Antrieb übernimmt. Drei Räder, tiefer Schwerpunkt, eine Lenkung, die direkt reagiert. Jüngere Kinder fahren zusammen mit einem Erwachsenen, das gehört dazu und macht die Sache entspannt.
Unten wartet die Ruhrquellenhütte für den Einkehrschwung. Wer noch Lust auf ein bisschen Bewegung hat, läuft die kurze Strecke zur Ruhrquelle. Dort entspringt die Ruhr, derselbe Fluss, der später durch das Ruhrgebiet fließt und am Ende in den Rhein mündet. Für Kinder wird das oft zum Gesprächsthema des Tages: Hier, mitten im Wald, ist nur ein kleines Rinnsal zu sehen. Daraus wird der Fluss, an dem viele von ihnen zu Hause wohnen, vorbei an Essen, Duisburg und Mülheim. Wer mag, fotografiert die Quelle und vergleicht sie später daheim mit der breiten Ruhr unter der eigenen Stadtbrücke.
Falls ihr zu zweit unterwegs seid oder die Kinder schon älter sind, gibt es rundherum noch mehr. Die Sky-Fly ZIP-Line bringt es auf bis zu 65 km/h, das ist eher etwas für mutige Teenager als für die Kleinsten. Geocaching ist dagegen ein guter Trick, um eine Wanderung spannend zu machen, weil das Suchen das Laufen nebenbei erledigt. Ihr ladet vorher ein paar Koordinaten herunter und schon hat die Runde ein Ziel, das nichts mit „wie weit noch“ zu tun hat.
Wer aufs Rad will, findet am Poppenberg den größten Bikeverleih der Region, mitten im Trailpark und gegenüber der Hütte. Es gibt Bikes und E-Bikes in mehreren Größen, also auch passende Räder für Kinder, dazu Helme und eine kurze Einweisung, bevor es losgeht. Direkt vor der Tür beginnt der Trailpark Winterberg mit mehrere Trails und rund 40 Kilometern Trail-Netz, davon etwa 20 Kilometer Flow-Trails über die Berge des Skiliftkarussells Winterberg. Flow-Trails sind die familienfreundliche Variante: weite Kurven, kleine Wellen, kein gefährliches Geholpere. Wer es härter mag, kennt den Bikepark Winterberg mit dem berüchtigten Trail „The Mother“ ohnehin schon.
Und manchmal reicht auch einfach eine Wanderung durch das Skiliftkarussell Winterberg, ohne Programm, mit Pausen, wenn jemand müde wird. Nicht jeder Familientag muss durchgetaktet sein.
Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem alle hungrig sind und die Stimmung kippen könnte, wenn nicht schnell etwas auf den Tisch kommt. Genau dann ist Möppi praktisch, direkt im Skiliftkarussell Winterberg gelegen und von vielem zu Fuß zu erreichen. Du musst nach dem Toben nicht erst wieder ins Auto und irgendwo einen Parkplatz suchen, sondern kommst rein, setzt dich und kommst zur Ruhe.
Für Familien ist die Karte unkompliziert. Flammkuchen geht eigentlich immer, auch bei Kindern, die sonst wählerisch sind. Dazu kommen im Sommer Steaks vom Lavagrill für die Erwachsenen, die nach einem aktiven Tag richtig Hunger mitbringen. Bei größeren Gruppen lohnt das Hütten-Buffet nach dem Prinzip all you can eat, da bedient sich jeder selbst und niemand sitzt vor einem Teller, der nicht passt. Für Gruppen lassen sich außergewöhnliche Buffets zusammenstellen, vom herzhaften Hauptgang bis zum Nachtisch, an dem die Kinder als Erste stehen. Für die Erwachsenen gibt es nach einem langen Tag hochwertige Cocktails. Samstags läuft ab mittags Live-Musik, dazu ein Live-DJ. Von Juli bis September steigt jeden zweiten Samstag eine größere Party. Platz ist genug: Von der kleinen Familie bis zu Gruppen mit bis zu rund 700 Personen lässt sich hier vieles unterbringen, Events jeglicher Größe inklusive.
Ab welchem Alter lohnt sich Winterberg mit Kindern im Sommer?
Das geht früh los. Die Sommerrodelbahn und das Mountaincart funktionieren auch für jüngere Kinder, solange ein Erwachsener mitfährt. Für die schienengeführten Bahnen und die Sky-Fly ZIP-Line sind etwas größere Kinder die bessere Zielgruppe.
Wie lange dauert die Anfahrt?
Aus dem Ruhrgebiet und aus Paderborn bist du oft in rund einer bis anderthalb Stunden da, aus Köln und Düsseldorf rechne mit etwa zwei Stunden. Für einen Tagesausflug ist das gut machbar.
Müssen wir das Auto oft umparken?
Meistens nicht. Vieles im Skiliftkarussell Winterberg liegt fußläufig beieinander, gerade rund um die Hütte. Einmal parken und loslaufen klappt für einen großen Teil des Tages.
Ist die Einkehr bei Möppi kinderfreundlich?
Ja. Flammkuchen kommt bei Kindern gut an, das Buffet nimmt den Druck raus, weil sich jeder selbst nimmt. Nach dem Toben seid ihr in wenigen Minuten am Tisch statt im Auto.
Kann ich für eine größere Familienfeier vorab anfragen?
Klar. Für Gruppen gibt es mehrere Pakete. Auf Wunsch wird die Planung komplett übernommen. Am besten meldest du dich vorher, dann ist alles vorbereitet, wenn ihr ankommt.
Wenn du den Tag nicht dem Zufall überlassen willst, melde dich einfach vorher. Es gibt mehrere Pakete zur Auswahl, dazu eine Beratung und auf Wunsch wird die ganze Planung übernommen, vom Tisch für die Familie bis zur größeren Feier mit Buffet.
So erreichst du Möppi:
Wir übernehmen auf Wunsch die ganze Planung.